KULTUR zum LIEBEN

Es gibt so viel zu sehen und zu hören. Hier sollen nun einige Kultur-Empfehlungen meinerseits zu finden sein, die nicht in jedem Touristenführer verzeichnet sind.


Heute mal wenig Worte, dafür Bilder
04. Mai 2011, 11:43 Uhr

Sämmtliche Werke unterliegen dem Urheberrecht. © Maria Türke 2011



Musik unterwegs in Berlin
16. April 2011, 21:47 Uhr

Was gibt es schlimmeres als ein Akkordeonspieler der am Zoologischen Garten einsteigt, in seine Tasten haut um am Kurfürstendamm wieder auszusteigen? Als ob es das Akkordeon in der Gunst seiner Zuhörer nicht schon schwer genug hat. Ich kann es keinem verübeln das "Schifferklavier" nicht zu mögen. Allen die noch nicht verdorben wurden hier ein Musiktipp: Astor Piazzolla.
Auf der Fahrt zum Alexanderplatz begegne ich noch einigen Zeitungsverkäufern und Bettlern, setze meine Kopfhörer auf, drehe die Musik lauter und lächle höflich. Schlendere über den Alex und da höre ich bekanntes Suboptimal oder bei Facebook und freue mich "endlich Musik". Damit ist mein Tag musikalisch gerettet. An alle die auf der Suche nach tollen Texten in Kombination mit wunderbaren Stimmen sind, kommt zum Alex oder zu ihrem nächsten Konzert am Freitag den 13.05.11 im Berliner Chesters Music Inn.


Warum Kinder
09. März 2011, 23:12 Uhr

"Das hätte ich dir vorher sagen können" höre ich bereits die Spatzen vom Dach trällern. Ein Kind macht Arbeit, kostet Zeit und Geld. Wer will kann es so auf den Punkt bringen. Ich will es nicht. Natürlich will ich für mein Kind nur das Beste, aber ich bin mir sicher es spielt für den Knirps keine Rolle ob es nun der tollste Bugaboo-Kinderwagen sein soll. Hier ist es eher der Stolz der Übereifrigen, die dem Druck der anderen Eltern nicht stand halten. Lese ich Forenbeiträge scheint eine teure Marke immer auch Qualität zu bedeuten. Also von mir aus schiebt eurer Kleinstes in einem Porsche durch die Gegend, ich trage lieber das Wichtigste in einem gebrauchten Tragetuch an meinem Herzen. Jede Mutti macht es anders, wie unterschiedlich das Aussehen kann: hauptstadtmutti.de! Und da hätten wir auch schon die Arbeit, hier kann man nicht abstreiten, dass es keine Zeit mehr für Einsamkeit gibt. Ständig ist man beschäftigt, macht Termine mit Freunden aus, geht in den Park und entertaint. Ja, das kostet Zeit. Kaum hat man einen normalen Rhythmus gefunden, kann der Knirps plötzlich krabbeln und alles wird über den Haufen geworfen. Prima Ausbildung zum Familienmanager. Schlussendlich bleibt zu sagen, dass es viel Energie kostet aber jede Sekunde lohnt sich. Also warum Kinder? Weil man mit Kindern wieder das Staunen lernt.


Banksy Tipp
11. Januar 2011, 19:47 Uhr

Für alle die in Berlin hinter jede Fassade blicken, da sich da vielleicht ein kleines Kunstobjekt eines noch unbekannten Street Art Künstlers verbergen könnte, habe ich einen Tipp. Auf artofthestate.co.uk findet man alles was das Herz begehrt rund um Street Art in London. Neben den zahlreichen Werken lohnt sich auch ein Blick auf die Linkliste. Hier sind alle großen und kleinen Street Art Künstler gelistet. Ich arbeite mich selbst gerade durch und erfreue mich an der Vielfalt der Persönlichkeiten.
Neben den bekannten Werken Banksys findet man dort auch Bilder zu den Space Invaders, uns gekannt aus dem Shoot 'em up-Spiel. Neben dem beliebten Pac-Man war Space Invaders eines der Spiele, die die frühe Entwicklung (um 1979) der Videospiele geprägt haben. Wer wollte nicht selbst als Kind Figuren und Gesichter aus Legosteinen an die Wand kleben? Ich wünsche viel Spaß beim Stöbern und hoffe die eigene Kreativität wird geweckt.


Gomringer beflügelt
21. November 2010, 14:40 Uhr

Es wurde spät im Paul-Wunderlich-Haus in Eberswalde. Der Nebel stand bereits auf dem Marktplatz. Der Saal war gefüllt mit Porzellanliebhabern und Kunstinteressierten. Golden glänzte die Posaune von Conny Bauer, der dem Publikum ungewöhnliche neue Klänge zeigte. Anschließend zitierte Dr. Kenneth Anders aus Sonetten von Prof. Eugen Gomringer. Die Gäste sind begeistert.
Unter dem Titel "Kunst in Porzellan" lud am 20.11.2010 die Paul-Wunderlich-Stiftung in Eberswalde zu einem Kunstgespräch mit Film und Livemusik. Rund 1000 namenhafte Künstler und Persönlichkeiten wie Salvadore Dali, Victor Vasarely, Henry Moore oder auch Max Bill fanden bereits den Weg zu "Rosenthal". In der Zeit von 1967-1985 war der Literat und Vater der Konkreten Poesie Eugen Gomringer Leiter des Kulturbeirates der Rosenthal AG in Selb. Im Gespräch mit Eugen Gomringer durfte man an den interessanten Künstlerbegegnungen scheinbar vergangener Zeiten teilhaben. So reisten die Zuhörer wie einst Gomringer mit zwei Aktenkoffern, zum einen gefüllt mit Privatem zum anderen mit Dollarscheinen, zu Salvadore Dali in die USA. Um anschließend mit Dalis Muse Gala die mitgebrachte Anzahlung auf eine Rosenthal-Kollektion zu zählen.
Beflügelt von der aktuellen Ausstellung Paul Wunderlichs, gelang es der "Kunst in Porzellan" nachzugehen, so dass die Gäste bewandert im Nebel der Stadt verwanden.


In Colmar findet man mehr als den Isenheimer Altar
4. November 2010, 12:00 Uhr

Anfang November war ich im Musée d´Unterlinden in Colmar (Frankreich) und habe dort einen wirklich beeindruckenden Künstler entdeckt: Joe Downing. Am letzte Ausstellungstag bin ich mit meinem Sohn durch die Gänge gegangen und konnte meinen Augen kaum trauen. "Ein Amerikaner in Frankreich" Titelte das Museum. Solch zarte Bilder und Skulpturen und totzdem ausdrucksstark. Meine Kamera ist heiß gelaufen. Mein Sohn hat alles verschlafen. Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte, sollte in die nächste Ausstellung gehen. Bislang konnte ich leider noch keine finden, daher hier ein Link mit einigen Darstellungen seiner Werke.

Wer also jetzt in Colmar ist, sollte sich natürlich den berühmten Isenheimer Altar das Hauptwerk von Matthias Grünewald und ein Hauptwerk deutscher Malerei ansehen. Ab 27. November 2010 gibt es die nächste Sonderausstellung des Museums mit Werken der Moderne, nähere Informationen aktuell auf der Homepage www.musee-unterlinden.com.
Maria Türke    Berlin    © 2011